Tracertechniken

Tracer­ver­su­che sind ein Mit­tel zur Unter­su­chung der Strö­mung und der hydro­dy­na­mi­schen Eigen­schaf­ten von Grund- oder Ober­flä­chen­was­ser. Sie sind eine eta­blier­te Tech­nik in hydro­lo­gi­schen und hydro­geo­lo­gi­schen Unter­su­chun­gen, die seit mehr als einem Jahr­hun­dert ein­ge­setzt wird und ein wich­ti­ges Instru­ment bei was­ser­be­zo­ge­nen Unter­su­chun­gen ist. Es gibt zwei Arten von Tracern, die heu­te übli­cher­wei­se ver­wen­det wer­den: natür­li­che und künst­li­che Tracer. Im ers­ten Fall wer­den Stof­fe, die bereits im Was­ser ent­hal­ten sind ana­ly­siert und die Ergeb­nis­se inter­pre­tiert. Im zwei­ten Fall wird eine Sub­stanz in das Was­ser inji­ziert und ihre zeit­li­che Kon­zen­tra­ti­ons­ent­wick­lung wird zur Cha­rak­te­ri­sie­rung der Was­ser­strö­mung ver­wen­det. Die­ser Kurs befasst sich sowohl mit all­ge­mei­nen Aspek­ten von Tracer­ver­su­chen als auch mit den spe­zi­fi­schen Anfor­de­run­gen an Tracer­ver­su­che für Grubenwasser.

Zu Beginn des Kur­ses wird eine Ein­füh­rung in Tracer­ver­su­che gege­ben. Die­se Ein­füh­rung gibt einen Über­blick über den Ein­satz von Tracern und wel­che Fra­gen mit Hil­fe von Tracer­ver­su­chen beant­wor­tet wer­den kön­nen. Dar­über hin­aus wird auf die Unter­schie­de zwi­schen natür­li­chen und künst­li­chen Tracer-Unter­su­chun­gen ein­ge­gan­gen und wel­che Sub­stan­zen in bei­den Fäl­len ver­wen­det wer­den kön­nen. Die meis­ten Tracer, die als natür­li­che oder künst­li­che Tracer ver­wen­det wer­den, wer­den vor­ge­stellt und ihre Vor- und Nach­tei­le sowie die Vor­aus­set­zun­gen für ihren Ein­satz dis­ku­tiert. Dar­über hin­aus wird erläu­tert, wel­che Ana­ly­se­tech­ni­ken zur Iden­ti­fi­zie­rung die­ser Tracer­sub­stan­zen ein­ge­setzt wer­den sollten.

Ent­schei­dend für eine erfolg­rei­che Tracer-Unter­su­chung ist eine gründ­li­che Pla­nung und Vor­be­rei­tung des Tests. Daher wer­den im Kurs die Vor­aus­set­zun­gen für einen erfolg­rei­chen Tracer­ver­such vor­ge­stellt, wie z. B. die Aus­wahl des geeig­ne­ten Tracers, die Berech­nung der zu ver­wen­den­den Tracer­men­ge, die genaue Aus­wahl der Pro­benah­me­stel­len und all­ge­mei­ne Anfor­de­run­gen. Dar­über hin­aus wird eine kur­ze Ein­füh­rung in die recht­li­chen Anfor­de­run­gen für die Durch­füh­rung eines Tracer­ver­suchs gege­ben. Nach einem erfolg­rei­chen Tracer­ver­such ist die Aus­wer­tung der Daten uner­läss­lich; daher wer­den im Kurs ver­schie­de­ne Tech­ni­ken zur Aus­wer­tung von Tracer­ver­such­s­er­geb­nis­sen und Durch­bruchs­kur­ven vor­ge­stellt. Die ver­schie­de­nen Tech­ni­ken wer­den erör­tert und die Vor- und Nach­tei­le die­ser Metho­den wer­den dargelegt.

Am Ende des Kur­ses wer­den Fall­stu­di­en auf­ge­zeigt, bei denen es sich um cha­rak­te­ris­ti­sche Situa­tio­nen für Tracer­ver­su­che han­delt: Oberflächenwasser‑, Durch­fluss- und Grubenwasser-Tracerversuche.

Inhalt

  • Ein­füh­rung
  • Tracer-Typen
    • Natür­li­che Tracer
    • Künst­li­che Tracer
  • Vor­be­rei­tung von Tracerversuchen
  • Recht­li­che Fragen/Erlaubnis
  • Durch­füh­rung
  • Aus­wer­tung
  • Bei­spie­le
    • Ober­flä­chen-/Grund­was­ser
    • Gru­ben­was­ser
17. Okto­ber 2023
Tagungs­zen­trum Gegen­bau­er – Raum 115
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